Tulpen aus dem Container

Containern #20 – Essen und Blumen in Massen

Wir waren heute an 5 verschiedenen Spots


Was wir gefunden haben

Neben dem Essen das wir gefunden haben gab es auch eine Menge Blumen

Neben dem Essen und dem vielen Brot auch eine Menge Blumen gefunden

An Essen gab es heute Verschiedenes. Von Schnittlauch als Pflanze, über fertige Salate und Sushi, zu Activia Joghurt und tiefgefrorenen Kloßteig. Bei den Temperaturen waren die Dinge natürlich gut gekühlt, jetzt wo es Winter wird!

Preistechnisch lagen die Blumensträuße zwischen 2,99 € und 3,99 €. Nimmt man einen Durchschnitt von 3,50 €, so haben wir mit 14 Sträußen in einer Nacht, Blumenmüll im Wert von 49,- € gefunden. Alle Blumen waren bei 2 Supermärkten zu finden, somit ca. 25 € verlust pro Supermarkt, pro Tag, nur für die Blumen.

Insgesamt sind dies 143 Stiele gewesen die umsonst gewachsen und gehandelt worden sind.

Blumen und Pflanzen in Supermärkten

Es wird immer viel über das Essen geredet, das in den Supermärkten weggeschmißen wird. Neben dem, besitzt ein Supermarkt mittlerweile sehr viel mehr Dinge als nur Essen. So finden sich bei manchen Märkten eine Auswahl an Blumen oder sogar Pflanzen. Wenn man genau hinsieht ist ein Supermarkt ohne Fenster, der ungeeignetste Ort für Pflanzen die Licht zum Leben brauchen. Jedoch werden Pflanzen und Blumen genau wie Lebensmittel weggeworfen, sobald sie nicht mehr Ansprechend aussehen. Bei Blumen scheint das sogar in regelmäßigen Abständen gemacht zu werden, eventuell wegen neuen Blumen die angeliefert wurden.

Es ist allerdings nicht immer klar woher diese Blumen kommen. Wo wurden sie hochgezogen. Deshalb konnte ich 12 von 14 Blumen nicht zurückverfolgen. Ich war mir immer recht sicher, dass die meisten Blumen aus der Niederlande kommen, allerdings habe ich in zwei fällen, ganz andere Herkunftsländer gefunden. Auf der Website my-mps.com kann man mit Hilfe der Nummern von den Blumenverpackungen die Herkunftsländer bestimmen. Die Nummern 780011 und 750029 ergaben einmal Uganda und

und Sambia

Von Nürnberg aus betrachtet liegt Sambia mit 11000 km am weitesten entfernt. Eine Strecke die diese Blumen erst überqueren müssen, bevor sie hier nach einigen Tagen weggeschmißen werden, wenn sie nicht gekauft wurden.

Was bewirkt unser Pflanzen Konsum

Wir gehen auf dem Heimweg kurz im Supermarkt vorbei und holen einen Strauß, das ist gar kein Problem. Wir müssen uns nicht die Hände schmutzig machen, ist alles schon vorbereitet.

Wie folgender Bericht der Website Supermarktmacht.de aufführt, sind die Arbeitsbedingungen in der Pflanzenbranche nicht viel besser als in anderen Bereichen. Arbeitszeiten von knapp 12 Stunden sind normal. Ca. 60 € kriegt man im Monat, wenn man täglich 1500 – 3000 Stiele sammelt, das macht im Monat um die 135 000 Stiele pro Arbeiter. Und ob sich jemand von den Tausenden Arbeitenden Gedanken über die Pestizide macht, mit denen sie täglich in Berührung kommen? Womöglich am Abend, wenn man auf 9 qm, zusammen mit noch einer anderen Familie seine Ruhe sucht, um Kraft für den nächsten Tag zu tanken!

Am Ende hängt sehr viel Blut an diesen schönen Pflanzen.

Was kann man dagegen tun

 

Jeder Kauf führt zu einer Steigerung der Nachfrage nach diesen Artikeln. Wenn man weniger davon kauft, muss weniger produziert werden. Man kann jedoch auch selbst Blumen anpflanzen, wenn man z.B. einen Garten hat.
Auch ohne findet man die ein oder andere Gärtnerei mit Gewächshäusern die Blumen regional hochziehen. Hier muss man sich eventuell auf ein Saisonelles Sortiment beschränken und kann ganz neue Pflanzen entdecken.

Und gibt es keine andere Möglichkeit, jemandem eine Freude mit etwas anderem als Blumen zu machen? Wie wäre es mit einer selbst hochgezogenen Pflanze, hierfür besitzt jeder genug Platz an seinem Fensterbrett. Man kann auch in einen größeren Park oder Wald gehen, und einen ausgefallenen Strauch basteln, das bekommen die wenigsten und am Ende unterstützt man keine Konzerne.

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